Hautkrebsarten
Links
  Gemeinschaftspraxis Dr. med. Peter Ziegler und Dr. med. Armin Philipp, Hautärzte, Allergologie, Ambulante Operationen
Hautkrebsarten
Werderstraße 66, im Karl-Olga-Krankenhaus, 70190 Stuttgart
 

Hautkrebsvorstufen:

Aktinische Keratosen

sind lichtbedingte Veränderungen der Oberhaut, die sich in sicht- und fühlbaren Verhornungsstörungen äußern. Sie stellen eine Vorstufe von Hautkrebs dar. Diese Verhornungsstörungen treten vor allem an Körperstellen auf, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie Gesicht, Handrücken, Unterarme und Glatze.


Hautkrebsarten:

Je nachdem welche Zellart der Oberhaut geschädigt ist, werden drei Hautkrebsarten unterschieden:

Basaliom

Das Basaliom, auch Basalzellkrebs genannt, ist der häufigste Hauttumor. Er geht, wie der Name schon sagt, von den Basalzellen der Oberhaut aus. An der Stelle, wo ein Basaliom entsteht, wächst es bösartig in die Breite und Tiefe und kann mit seiner Aggressivität angrenzende Strukturen wie Knorpel oder Knochen zerstören. Da es jedoch so gut wie nie Tochtergeschwulste, Metastasen, bildet, nennt man das Basaliom auch einen halbbösartigen, semimalignen, Tumor.
Dieser Hautkrebstyp tritt vor allem im höheren Lebensalter auf. Es kann grundsätzlich an allen Körperregionen auftreten, entsteht aber vor allem in besonders lichtexponierten Hautarealen, den Lichtterrassen.
So sind etwa 80 Prozent der Basaliome im Mittelgesichtsbereich zu finden, also auf der Nase, in der Augenumgebung, an der Schläfe und auf der Stirn. Nur fünf Prozent der Basaliome entstehen am Rumpf, Armen und Beinen.
Ein Basaliom tritt in unterschiedlichen Formen auf. Es kann als stecknadelkopfgroßes hautfarbenes derbes Knötchen oder als hautfarbene Verhärtung beginnen. Über Monate entwickelt sich daraus ein glasiger Tumor, auf dessen Oberfläche kleine, aber sichtbare Äderchen zu sehen sind. Die operative Entfernung führt in fast 100 Prozent zur Heilung. Da allerdings nicht selten an anderer Stelle neue Basaliome entstehen, sollten regelmäßige Nachsorgeuntersuchung durchgeführt werden.

Spinaliom

Das Spinaliom, auch Stachelzellkrebs, Spinozelluläres Karzinom oder Plattenepithelkarzinom genannt, ist der zweithäufigste Hauttumor. Er ist ein Tumor des höheren Lebensalters und bei Männern häufiger als bei Frauen.
Spinaliome entwickeln sich oft aus einer Vorstufe, der aktinischen Keratose. Diese Vorstufe oder Präkanzerose ist ein durch Sonnenlicht verursachtes vermehrtes Wachstum der Stachelzellen, das typischerweise eine scharf begrenzte Rötung mit einer rauhen, sandpapierartigen Oberfläche bildet und meistens im Gesicht, aber auch an den Händen und Unterarmen zu finden ist.
Die Vorstufe eines Spinalioms ist noch nicht bösartig und kann einfach und gut durch Abschälen, entweder operativ oder mit einer Salbe, behandelt werden. Möglich ist auch eine Kältetherapie, Kryotherapie, die die wuchernden Zellen abtötet.
Wird diese Vorstufe nicht behandelt, kommt es nach unterschiedlich langer Zeit zu einem Spinaliom. Es befällt in 90 Prozent der Fälle sonnenexponierte Hautbereiche. Dazu zählt vor allem auch die obere Innenseite der Unterlippe. Sie entstehen aber auch durch den ständigen Kontakt mit schädlichen Stoffen, wie den Teer im Tabakrauch.
Das Spinaliom ist als bösartiger Krebs grundsätzlich in der Lage, Tochtergeschwulste zu setzen. Dies ist jedoch nur bei etwa fünf bis zehn Prozent aller Spinaliome der Fall und hängt vor allem von der Größe des Tumors ab. Frühzeitig entdeckt kann auch er in bis zu 100 Prozent operativ geheilt werden. Auch bei dieser Tumorart empfiehlt sich eine regelmäßige Nachkontrolle!

Malignes Melanom

Das Melanom ist der bösartigste Hautkrebs. Es geht von den Pigmentzellen, den Melanozyten, der Oberhaut aus. Das Melanom ist nicht nur in den letzten Jahren immer häufiger geworden, sondern tritt auch in immer früherem Lebensalter auf. Als Ursache wird vor allem eine starke Sonnenbestrahlung genannt.
Melanome können jedoch in selteren Fällen auch an anderen Stellen der Haut (an Fußsohlen, Finger- und Fußnägeln und den Schleimhäuten) entstehen.
Fast jeder Mensch hat eine mehr oder weniger große Anzahl an Pigmentflecken oder Muttermalen. Etwa 30 Prozent der Melanome entstehen aus seit Jahren bestehenden gutartigen Pigmentmalen.
Das Melanom wird zwar der Schwarze Hautkrebs genannt, muss aber nicht unbedingt schwarz sein. Die Farben variieren von hellbraun, tiefbraun bis blauschwarz, als Sonderform gibt es sogar pigmentlose, amelanotische und rötlich-hautfarbene Melanome.
Als bösartiger Hautkrebs ist das Melanom in der Lage, Tochtergeschwulste zu bilden, etwa in den Lymphknoten, aber auch in Lunge, Leber, Knochen und Gehirn. Das Risiko, dass die Tochtergeschwulste schon entstanden sind oder später noch entstehen, ist umso größer, je dicker das Melanom ist. Das bedeutet, je früher ein Melanom erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Im Frühstadium eines Melanoms ist eine Heilung von nahezu 100 Prozent möglich. Bei diesem Tumor wird selbstverständlich ebenso eine engmaschige Nachsorgeuntersuchung angeraten.

[ Seitenanfang ]