Links
  Gemeinschaftspraxis Dr. med. Peter Ziegler und Dr. med. Armin Philipp, Hautärzte, Allergologie, Ambulante Operationen
Hautkrebs - Neue Behandlungsmethoden
Werderstraße 66, im Karl-Olga-Krankenhaus, 70190 Stuttgart
 

Lokale Immuntherapie zur Behandlung des oberflächlichen Basalzellkrebses

Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass ein geschwächtes Immunsystem das Auftreten von hellem Hautkrebs begünstigt. Diese Erkenntnis haben sich Wissenschaftler zu Nutze gemacht, um ein ganz neues Behandlungsprinzip zu entwickeln: Die gezielte Aktivierung des Immunsystems der Haut gegen Krebszellen. Generell ist das Immunsystem der Haut mit Hilfe seines eigenen Abwehrsystems in der Lage, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören.

Die Immunzellen als körpereigene Krebsabwehr lokalisieren jeden Tag tausende entartete Zellen und zerstören sie. Bösartige Krebszellen können sich daher nur dann entwickeln, wenn dieses System gestört bzw. geschwächt ist, oder wenn sie sich entsprechend tarnen, um von der Krebsabwehr unentdeckt zu bleiben.

Die Creme-Therapie mit dem Wirkstoff (Imiquimod) wird über sechs Wochen 5x pro Woche angewendet und aktiviert so die körpereigene Krebsabwehr.

Sie löst eine verstärkte Produktion von Botenstoffen wie z.B. Interferon oder Interleukin aus, und schafft so die Voraussetzungen für einen zielgerichteten Kampf gegen die Krebszellen. Nach einigen Anwendungen der Creme kommt es zu Entzündungserscheinungen, die Haut rötet sich und schwillt leicht an. Diese Reaktion ist ein positives Zeichen dafür, dass die Therapie anschlägt und klingt nach Beendigung der Behandlung wieder ab.

Hierbei kommt es in der Regel zu einer narbenfreien Abheilung, was insbesondere im Bereich des Kopfes ein großer Vorteil dieser Methode ist.

Sicherheit und Zulassung

Seit Oktober 2004 ist der Wirkstoff Imiquimod, der bisher lediglich zur Behandlung von Genitalwarzen zugelassen war, auch zur Behandlung von Basalzellkarzinomen zugelassen. Voraussetzung ist, dass die Tumore nicht zu dick sind, und der histologische Typ passt. Seine Wirksamkeit und Sicherheit wurde in klinischen Studien belegt. In Studien konnte ebenso die Wirksamkeit und Sicherheit des Wirkstoffs in der Behandlung von aktinischen Keratosen gezeigt werden. Allerdings ist für diese Indikation in Deutschland noch keine Zulassung erfolgt.



Photodynamische Therapie (PDT)

Zur Behandlung von Basalzellkarzinomen und Aktinischen Keratosen gibt es eine Reihe von verschiedenen Methoden, wie z.B. die chirurgische Entfernung, die Kältetherapie und die medikamentöse Behandlung.

Die Photodynamische Therapie (PDT) ist eine relativ neue Methode, die jetzt neben anderen zur Behandlung dieser Erkrankungen der Haut zur Verfügung steht. Bei der PDT wird die Kombination aus einem speziellen PDT-Wirkstoff (1) und kaltem Rotlicht (2) eingesetzt, um krankhaft verändertes Gewebe gezielt abzutöten:

(1)  Der spezielle PDT-Wirkstoff ist in einer Creme enthalten. Durch Einwirken dieser Creme wird das veränderte Gewebe zunächst lichtempfindlich gemacht.

(2)  Durch die Belichtung mit Rotlicht wird dann das so vorbehandelte veränderte Gewebe gezielt selektiv abgetötet.

Zur Behandlung aktinischer Keratosen reichen zumeist zwei Behandlungen im Abstand von einer Woche. Bei Basaliomen richtet sich die Anzahl der Behandlungen nach dem klinischen Typ des Tumors (Größe, Dicke und feingeweblicher Typ). Zumeist sind aber zwischen drei und vier Behandlungen notwendig.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Methoden zeichnet sich dieses neuartige Verfahren neben sehr guter Wirksamkeit auch durch sehr gute kosmetische Resultate aus. Die Entstehung von Narben wird mit der PDT größtenteils vermieden.

Sicherheit und Zulassung

Es gibt seit kurzem einen PDT-Wirkstoff, der als Fertigarzneimittel zur Behandlung von Aktinischen Keratosen und Basalzellkarzinomen zugelassen ist. Seine Wirksamkeit und Sicherheit wurden in klinischen Studien belegt. Bei Interesse an dieser speziellen Therapie sprechen Sie uns doch einfach an. Leider werden die Kosten dieser Therapie in den meisten Fällen von den Gesetzlichen Kassen nicht übernommen, obwohl es sich mittlerweile um eine zugelassene Therapie handelt. Auch bei Privatpatienten ist es ratsam, einen Kostenvoranschlag vor der Behandlung einzureichen. Selbstverständlich sind wir Ihnen hierbei gerne behilflich!

[ Seitenanfang ]